1978

Neues Fluggelände auf dem Herzerberg 585 m NN bei Pfeffelbach 

Auf der Suche nach Fluggeländen anderer Windrichtungen kamen im Sommer 1977 Dr. Joachim Kell, Gebhard und Leo Schwarz und Georg Fischer, Völkiingen durch das Pfeffelbacher Tal und waren von den „preußischen Bergen“ gegeistert. Der 586 Meter hohe Herzerberg erschien ihnen mit seinem nach Südosten abfallenden Steilhang von 270 m besonders geeignet, um gefahrlos und sicher zu starten.

Den Antrag auf ein neues Fluggelände von Dr. Kell an die beiden Gemeindeverwaltungen von Pfeffelbach und Reichweiler wurde im September 1977 genehmigt. Die Landwirte erlaubten das Landen auf ihren Wiesen. Nach umfangreichem Schriftverkehr mit der Landesluftfahrtbehörde wurde im August 1978 die endgültige Genehmigung als Drachenfluggelände erteilt.

Neben dem „Ravensteinchen“ wurde zuerst eine einfache und kurze Zeit später eine richtige Startrampe gebaut, den Startplatz ein bisschen hergerichtet und schon war auf dem Herzerberg ein reger Flugbetrieb.

  

Am 08. Oktober 1978 konnte dann der erste internationaler Drachenflugtag am Herzerberg bei Pfeffelbach stattfinden.

20 Drachenflieger aus Deutschland, Frankreich, Luxemburg‚ Belgien, Dänemark und den USA zeigten schöne Flüge.

5000 Zuschauer waren angereist und waren begeistert.

Für das leibliche Wohl der Gäste, sowie für die Verkehrsregelungen hatten sich die Örtlichen Vereine aus Reichweiler und Pfeffelbach bereit erklärt.

  

1976

Der Flugtag am 18. Januar wurde ein voller Erfolg.

Über 3000 Zuschauer sahen von 14 Drachenfliegern aus Frankreich, Luxemburg, Belgien und Deutschland schöne Flüge am Peterberg‚ Rundfunk und Fernsehen sowie die Presse informierten ausführlich über dieses besondere Ereignis.

  

 

  

1975

Nun war es endlich soweit. Aus einer losen Fluggemeinschaft, die Dr. J. Kell im Frühjahr 1974 mit einigen befreundeten Drachenflieger ins Leben gerufen hatte, wurde ein eingetragener Verein.

Am 07. November 197 5 fanden sich 34 Surfer und Drachenflieger zusammen, um den saarländischen Windglider- und Drachenflugclub Saar e.V. zu gründen. Der Drachenflieger Dr. Joachim Kell aus Saarlouis, der auch Mitglied im FFVL (Federation francaise de vole libre) war, wurde zum 1. Vorsitzenden gewählt.

Am 6.Dezember 197 5 wurde der erste Drachenflugtag auf dem Peterberg in Braunshausen durchgeführt. Da aber nur wenige Drachenflieger und Zuschauer der Einladung gefolgt waren, wurde der Flugtag auf den 18. Januar 1976 verlegt.

1974

Die Vorgeschichte zum Drachenflugclub Saar

Am 11. April 1973 flog der Amerikaner Mike Harker mit einem Hängegleiter (Flugdrachen) von der Zugspitze und leitete damit den Drachenflugsport in Europa ein. Als der Film von seiner Pioniertat um die Welt ging, wurden viele von dem „Drachenfliegervirus“ infiziert.

So auch der Internist Dr. Joachim Kell aus Saarlouis.

Er erlernte das Drachenfliegen im zeitigen Frühjahr 1974 in Ruhpolding/Bayern. Dort lernte er Dr. Bernard Poussiere aus Paris und den Unternehmer Farce Illic aus Metz/Frankreich kennen. Schon im Sommer 1974 flogen sie in Kaufen (an der Grenze Luxemburg-Frankreich bei Dudelange). Hier lernte Dr. Kell auch die Flieger Remot Robinet und Jean Willems aus Luxemburg kennen.

Mit seinen neu gewonnen Freunden war er im Grenzraum Saar-Lor.-Lux. auf der Suche nach einem geeigneten Fluggelände, das man auf dem Peterberg bei Braushausen fand.

Die dort durchgeführten Flüge wurden von der Bevölkerung mit Begeisterung und Bewunderung wahrgenommen.

Aus rechtlichen Gründen und für den Kontakt bei Behörden gründete Dr. Kell mit seinen Freunden im Sommer 1974 den lockeren Zusammenschluss „Windglider Gruppe Drachenfliegen Saar“ deren Vorsitz Dr. Kell übernahm. Dies war der Grundstein für den später eingetragenen Verein „Windglider-und Drachenflug-Club Saar.“

Die Gemeindeverwaltung Nonnweiler/Braunshausen sah im Drachenfliegen eine Fremdenverkehrs-Attraktion mehr und unterstütze die noch junge Drachenflugvereinigung.